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    Deutsch-tunesisches Stipendienprogramm an der F+U Academy of Languages: Im Gespräch mit Anis Hawass

    03.05.2017

    Das Tunesienzentrum ist eines der internationalen Projekte, auf das die F+U Academy of Languages in Heidelberg besonders stolz ist. In Zusammenarbeit mit dem tunesischen Bildungsministerium und dem Agenturpartner Access Tunisie ist ein Stipendienprogramm entstanden, das tunesischen DeutschlehrerInnen die Teilnahme an einem Fortbildungsprogramm in unserer Sprachschule ermöglicht. So konnten wir im April 20 Stipendiatinnen und Stipendiaten bei uns begrüßen.

    Wir haben mit Anis Hawass, DaF-Inspektor beim tunesischen Bildungsministerium, über die deutsch-tunesische Zusammenarbeit an der F+U Academy of Languages Heidelberg und das Stipendienprogramm für tunesische Lehrkräfte gesprochen:

    Herr Hawass, wie kam es zu der Zusammenarbeit mit unserer Sprachschule?

    Ich bin DaF-Inspektor in Tunesien und gewährleiste dort durch Kontrollen und Fortbildungsangebote die Qualität des Deutschunterrichts an tunesischen Schulen. Seit 2009 arbeite ich mit der F+U Academy of Languages und der tunesischen Agentur Access daran, das DaF-Angebot für Deutschlernende in Tunesien zu verbessern und den deutsch-tunesischen Austausch an der Sprachschule in Heidelberg zu fördern. In unserer achtjährigen Zusammenarbeit konnten wir gemeinsam viel Positives aufbauen, wie zum Beispiel die Etablierung des Tunesienzentrums in Heidelberg. Nun können wir eine riesige Entwicklung verzeichnen – immerhin kommen nun jährlich rund 500 tunesische Schülerinnen und Schüler an die F+U Academy of Languages in Heidelberg, Darmstadt und Berlin, um Deutsch zu lernen.

    Wie ist das Stipendienprogramm mit dem tunesischen Bildungsministerium entstanden?

    Das Stipendienprogramm entstand zunächst in Zusammenarbeit mit der Tunesisch-Deutschen Gesellschaft zum Kulturellen Austausch (TDK), die ich gegründet hatte. Ich wollte ein Fortbildungsprogramm in Deutschland für tunesische Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer ins Leben rufen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass die Lehrkräfte mindestens einmal in Deutschland gewesen sein sollten. So konnten wir im Jahr 2013 in Zusammenarbeit mit der F+U Academy of Languages die erste Gruppe tunesischer Lehrerinnen und Lehrer nach Heidelberg schicken. Da das Projekt in den darauffolgenden Jahren erfolgreich war, beschlossen wir, dass wir das Stipendium gerne auf offizieller Ebene, also in Zusammenarbeit mit dem tunesischen Bildungsministerium, ausschreiben möchten. Wir fingen 2016 mit der Planung an und im März 2017 konnte dann das Stipendienprogramm mit dem Leiter der F+U Academy of Languages Heidelberg, Karl-Heinz Rippel, und dem tunesischen Bildungsminister, Neji Jalloul, in Tunis beschlossen werden. Darüber hinaus konnten wir außerdem 10 Stipendien an tunesische Schülerinnen und Schüler vergeben, um ihnen im Sommer einen Sprachaufenthalt in Deutschland zu ermöglichen.

    Herr Hawass, Sie haben auch den Bewerbungsablauf beaufsichtigt und betreuen nun die Fortbildungsgruppe vor Ort in Heidelberg. Welche Qualitäten zeichnen die Lehrerinnen und Lehrer des Stipendienprogramms aus?

    Bei den Auswahlgesprächen war uns von der Programmorganisation wichtig, dass die Bewerberinnen und Bewerber Neugier an neuen Unterrichtsmethoden zeigen. Neue Unterrichtskonzepte und frische Ideen sind immerhin der Schwerpunkt des Fortbildungsprogramms, den wir gewählt haben. Außerdem wollten wir gerne eine heterogene Gruppe aus Teilnehmenden, die schon mal ein Stipendium erhalten haben und welchen, die noch keines erhalten haben. So können die Stipendiatinnen und Stipendiaten sich durch ihre unterschiedlichen Erfahrungen gegenseitig unterstützen und bereichern. Seit ihrer Ankunft in Heidelberg haben sich die Lehrerinnen und Lehrer solidarisch gezeigt: Sie arbeiten zusammen, helfen sich gegenseitig und machen aktiv und engagiert in den Workshops mit. Dabei ist die Atmosphäre immer locker und entspannt, was den Teilnehmenden sehr gut an den Workshops gefällt.

    Zu guter Letzt: Welches Projekt steht als nächstes für Sie mit der F+U Academy of Languages Heidelberg an?

    Im Juli werden die tunesischen Schülerinnen und Schüler nach Heidelberg kommen, die ebenfalls ein Stipendium im Rahmen der Kooperation mit dem tunesischen Bildungsministerium erhalten haben. Auch da werde ich vor Ort sein und die Gruppe unterstützen. Ansonsten bin ich auch immer wieder in Heidelberg, um die Kooperation zwischen der F+U Academy of Languages Heidelberg und dem tunesischen Bildungsministerium auszubauen.

    Herr Hawass, herzlichen Dank für das interessante Gespräch. Wir wünschen Ihnen weiterhin einen angenehmen Aufenthalt mit der Fortbildungsgruppe bei uns in Heidelberg.


    Anis Hawass, Akademiedirektor Karl-Heinz Rippel sowie Lehrgangsleiter Thomas Hübner bei der Zeugnisübergabe an eine tunesische Lehrerin im April 2017

     


     
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